GuSp Pfingstlager 2026

Pfingsten 2026, Waidhofen an der Ybbs. Folgender Bericht hat uns erreicht:

Am Samstag in der Früh haben wir uns am Mödlinger Bahnhof versammelt. Folgend stiegen wir in den Zug ein, aber davor haben wir unerwartet vom Commander einen Besuch bekommen. Er berichtete uns von seiner verzwickten Situation. Wir tranken einen Trank, der uns die Fähigkeit verschaffte, drei Tage auf dem Mars zu atmen. Als erstes sind wir in den Zug nach Meidling eingestiegen. In Meidling sind wir dann in den Zug nach Amstetten umgestiegen. Von Amstetten sind wir in Richtung Waidhofen an der Ybbs gefahren. Als wir angekommen waren, sind wir 1 Stunde zum Lagerplatz gegangen. Dort angekommen, haben wir als erstes die Zelte aufgebaut. Danach wurden die Kochstellen aufgebaut. Später haben wir Abendessen gekocht. Am späten Abend haben wir eine kurze Nachtwanderung gemacht. Nach einem etwas beschwerlichen Weg fanden wir Sebi verkleidet am Weg vor. Wir beeilten uns nach kurzem Geplauder ins Zelt. Am nächsten Tag ließen uns die Wiener WiWö unsanft erwachen. – Daniel, Floki, Luki, Malik, Philip, Vuki

Offensichtlich haben die GuSp ihr Pfingstlager auf dem roten Planeten verbracht. Die Anreise war lang, der Aufbau der Kochstellen anstrengend. Es ist sehr heiß auf dem Mars, aber wir müssen ja auf irgendetwas kochen!

Sonst ist das Leben in Waidhofen auf dem Mars voller Möglichkeiten. So kochten wir uns über Chili und Palatschinken bis zu Käsespätzle quer um die Welt. Wir spielten in der Nacht im Wald ein Geländespiel, spielten Frisbee, sprangen in den Urlbach und nervten unsere Nachbarn (und vice versa), denn auch ein paar Wiener Gruppen und die Wiener Neudorfer CaEx teilten sich den Lagerplatz mit uns.

Den Auftrag für die Reise zum Mars gab den GuSp übrigens ein Commander der Space Agency. Scheinbar war vor vielen, vielen Jahren ein junger GuSp namens Sebi auf dem Mars gestrandet, den es zu retten galt. Die GuSp tranken einen Spacedrink, mit dem sie auf dem Mars atmen können, und machten sich auf die Suche nach Sebi (mittlerweile im Pfadileiteralter), der irgendwo im Wald verschollen war.

Und siehe da, Sebi war tatsächlich noch auf dem Mars! Grundsätzlich freute er sich, endlich abgeholt zu werden, doch er hatte auch ein Dilemma: In seinen Jahren hier hatte er den Saturianer Glorp kennengelernt, der ebenfalls auf dem Mars gestrandet war. Nun sind die Behörden in Österreich etwas streng, vor allem, wenn es um interplanetare Immigration geht. Aber Glorp konnte nicht zurück auf den Saturn, und auf dem Mars konnte er auch nicht bleiben, weil er in seinen Jahren hier eine furchtbare Marsstauballergie entwickelt hatte. Die nächste Hürde bei der Rückreise war es also, den Commander zu überzeugen, dass Glorp auch mit auf die Erde kommen konnte.

Da der Commander ein großer Fan von kreativen Sketches ist, bereiteten die GuSp also, um ihn zu überzeugen, ein wunderbares Lagerfeuerunterhaltungsprogramm vor. Leider haben sie keine Drehbücher geschrieben, sonst wären die Skripte in hundert Jahren wohl neben Shakespeare und Elfriede Jelinek im Klassikerregal gestanden. Da gab es alte Männer, die spontan das Gehen wieder lernten, Zaubershows, verirrte Marsianer, und einen jungen GuSp, der immer wieder das Totenreich betrat und dann spontan wieder zurückkehrte. Unterhaltung vom Feinsten.

So war der Commander dann doch überzeugt, Glorp mit auf die Erde zu nehmen. Das Problem war jetzt nur noch, dass wir irgendwie die BH Mödling kontaktieren mussten, damit Glorp sein Visum bekommt. Und der Pfingstmontag ist ja bekanntlich ein Feiertag. Daher war der Beamte Michi nicht begeistert, als die GuSp ihn per Walkie-Talkie kontaktierten. Aber dank kreativer Überzeugungsarbeit war das dann doch kein Problem.

Und so bauten die GuSp wieder fleißig alles ab, aßen noch ein Eis und machten sich nach einer Runde Fahne holen auf den Weg in das sonnige Wiener Neudorf. Mission complete.

Am Lagerfeuer legten drei GuSp das Versprechen ab. Wir gratulieren Lina, Magdalena und Sarah!

Geschrieben von: den GuSp und Julian