„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Diese Aussage ist eine Grundeinstellung der Pfadis und deshalb war es kein Wunder, dass das heurige Wiesefest trotz suboptimaler Wettervorhersage fast wie gewohnt veranstaltet wurde.

Mehr die Sorge um die Gäste als ums eigene Wohl (die Wiese neben dem Pfadiheim war ein Sumpf!) brachte uns dazu, das Fest entsprechend der prognostizierten Wetterverhältnisse zu adaptieren und teilweise im Glassaal des Migazzi-Hauses zu veranstalten. Überraschenderweise wurde der seit Freitagnacht andauernde Regen ab Samstagmittag immer weniger und hörte dann ganz auf, sodass das Fest pünktlich beginnen konnte.

Vielen Dank an N1 für den Beitrag

Die Spielestationen

Die meisten Spielestationen waren im Glassaal des Migazzi-Hauses aufgebaut, sogar eine Slack-Line konnte indoor realisiert werden. Und alle Stationen wurden bald intensiv genutzt. Ballwerfen, Obstschnitzen, Zuckerwatte spinnen und Schminken waren nur einige der immer beliebten und gerne besuchten Spielestationen. Nur die Steckerlbrot-Zubereitung musste wegen des Feuers draußen abgewickelt werden. Dort wurden bereits einige Teigstücke geröstet, als plötzlich ein starker Regenguss niederging, dem der Baum, unter dem die Station aufgebaut war, nicht standhalten konnte. Rasch musste noch ein zusätzlicher Schirm eingesetzt werden, damit der Regen den Kindern und dem Feuer nichts anhaben konnte.

Doch so schnell der Regen gekommen war, war er auch bald zu Ende und die Sonne kam wieder heraus. Und das blieb dann den restlichen Nachmittag so. Währenddessen gab es natürlich beste Verpflegung für die anwesenden Gäste. Wir hatten Glück, das Regenwasser im Gras der Klosterwiese konnte versickern und das Lagerfeuer wie geplant auf der Wiese stattfinden.

Lagerfeuer und Überstellungen

Die Zündung des Lagerfeuers wurde von Fritz wie immer perfekt inszeniert und bald züngelten die Flammen empor und boten eine schöne Kulisse für die Überstellungen, die gleich nach den ersten Liedern und Darbietungen abgewickelt wurden.

Die zu Überstellenden mussten einige Aufgaben über sich ergehen lassen. Die Biber kletterten durch ein aus Seilen gestaltetes Netz und wurden dann bei den WiWö aufgenommen. Die GuSp stellten sich in zwei gegenüberstehenden Reihen auf und schupften die WiWös in ihre Stufe. Um zu den CaEx zu kommen, wurden den GuSp die Augen verbunden und sie mussten einige Gegenstände ertasten und damit erraten. Die zukünftigen RaRo mussten aus einigen nassen Windeln Zetteln mit Nummern heraussuchen, mit den gefundenen Nummern dann ein Zahlenschloss eines Metallkoffers öffnen und dann konnten sie das leuchtende Herz der RaRo herausnehmen und damit waren alle überstellt. Verschiedene "Bravo"-Rufe wurden für die Überstellten dargeboten.

Auch bei den Leitern gab es Änderungen. Georg wechselte von den WiWö zu den RaRo, zuvor musste er einen Milchtrinkwettbewerb bestehen. Und Peter muss aus familiären und beruflichen Gründen erst einmal pausieren und wurde daher entsprechend verabschiedet. Zuvor musste er einige Szenen aus seinem Stufenleben darstellen und erhielt dann zum Abschied einen Gehstock mit goldener Spitze.

Mit dem Song "Good Bye Campfire" wurde das Lagerfeuer verabschiedet und der Abend konnte ausklingen. Das Wetter hatte durchgehalten und erst, nachdem die meisten Besucher schon gegangen waren, setzte wieder Regen ein. Die CaEx und die RaRo schliefen wie die Nacht zuvor wieder in den Zelten und so konnte auch ihnen der Regen nichts anhaben, auch wenn er erst Sonntagfrüh wieder aufhörte.

Feldmesse, Flohmarkt und Entenrennen

Die Feldmesse am Sonntag wurde im Glassaal von unserem neuen Moderator, Pfarrer Iosif (wie er sich gewünscht hat, angesprochen zu werden) zelebriert und von unserer Gruppe mitgestaltet. Die Messbesucher waren von der Feier sehr angetan.

Danach wurde bereits das Grillgut aufgelegt, Bier ausgeschenkt um die hungrigen und durstigen Besucher zu bewirten, sodass ein gepflegtes Mittagessen gesichert war. Und es war auch wieder vortrefflich zubereitet, wie wir allerseits hörten.

Ein Stück weiter waren auch schon die Tische für den Kinderflohmarkt hergerichtet, die Artikel aufgelegt und der Verkauf lief gut an. Doch schon war es an der Zeit, sich für das Entenrennen bereit zu machen, das dann bald beginnen sollte. Nachdem die Enten das Ziel erreicht hatten und die Preise verteilt waren, endete unser wieder mal gut gelungenes Wiesenfest.

Wir sind froh, dass das Wetter soweit durchgehalten hatte, auch wenn das Wegräumen im Regen nicht so lustig war. Dieses Wiesenfest hat uns wieder gezeigt, wie gut wir als Team (die Jugendlichen, die LeiterInnen und auch der Elternrat) zusammenarbeiten, gemeinsam die Möglichkeiten abwägen, Entscheidungen treffen und so das Beste aus der Situation machen.