Auch wir waren am Sonntag, 9.6.2013, Teil einer 160-köpfigen Gruppe von Pfadfindern und Pfadfinderinnen, die sich gemeinsam in Emmersdorf an der Donau zur Mithilfe trafen, die Hochwasserschäden zu beseitigen. Weiters waren wir auch in Aggsbach Markt um dort mitzuhelfen.

Die Donau hatte riesige Mengen Schlamm in diesem Gebiet hinterlassen, die jetzt mit großem Aufwand entfernt werden mussten. Auch wir Pfadis aus Wiener Neudorf konnten einen kleinen Teil dazu beitragen. Ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehren und Gemeinden, die großartige logistische und organisatorische Arbeit leisteten.

Details zur Hilfsaktion

Emmersdorf ist ein Ort mit vielen alten Häusern und Gewölben in der Altstadt. Bei unserer Ankunft herrschte strahlender Sonnenschein und man konnte als Außenstehender die Idylle dieser Gegend richtig spüren.

Doch dann waren wir an unserem ersten Einsatzort, dem Campingplatz. Unsere erste Tätigkeit war das Befreien von Bäumen, Hecken und Laternenmasten von Schlamm, um schwerem Gerät die Arbeit zu ermöglichen. Der Schlamm stand ca. 30 cm hoch und man muss sich eine Wiese vorstellen, die zu einem riesigen nassen Sandspielplatz geworden ist. Sträucher und Bäume sind grau vom Schlamm und für mich ist es schwer vorstellbar, dass dort die Wiese wieder ergrünen kann.

Unser zweiter Einsatzort war ein Lebensmittelgeschäft, wo wir den Verputz von Wänden geschlagen und abtransportiert haben. Das Wasser, das diese Räume geflutet hatte, war mit Heizöl versetzt und dies hätte beim Trocknen schädliche Dämpfe erzeugt. Beim Weg durch den Ort wurde deutlich, wie groß die Schäden sind: Alle Kellerfenster sind offen, überall riecht es leicht modrig, der feine graue Schlamm bleibt auch nach mehrmaligen Waschen immer noch sichtbar. Es ist noch viel Arbeit für jeden Einzelnen ...

Als drittes waren wir in einer Pension mit Restaurant in Aggsbach Markt, wo wir eine Familie unterstützt haben, das Restaurant zu reinigen, Türen zu waschen, Böden zu schrubben, Gartenmöbeln vom Schlamm zu befreien, Schlamm wegzuführen, …

Als vierten und letzten Einsatz waren wir beim Feuerwehrhaus in Aggsbach. Dort haben wir ca. 150 Sandsäcke entleert, gereinigt und damit für einen neuerlichen Einsatz vorbereitet.

Ein herzliches Dankeschön an die Teams der Feuerwehrmänner aber auch Frauen, die in einer logistischen Meisterleistung die Koordination, aber auch die Verpflegung aller freiwilligen Helfer organisiert und gezaubert haben.