Anfang Oktober haben wir beschlossen, eine weitere Familie im Pfadiheim aufzunehmen und zu betreuen. Ein paar Tage später wurden wir von der Diakonie angerufen und gefragt, ob wir eine irakische Familie (Vater, Mutter, 3 Kinder - fünf, sieben und zehn Jahre) aufnehmen können. Nachdem wir das bejahten, wurden wir gebeten diese Familie noch am gleichen Abend von Wien abzuholen, was wir auch taten.

Unsere irakischen Gäste wohnen nun also seit ein paar Wochen im Pfadiheim und haben sich mittlerweile ganz gut eingelebt. Die beiden älteren Kinder besuchen bereits die Volksschule und die kleine Schwester ist auch schon im Kindergarten. Alle haben sich auch dort schon ganz gut eingelebt.

In den ersten Wochen waren – neben dem „Ankommen“ - vor allem die verschiedenen Behördenwege ein Thema. Meldezettel, Vertrag mit der Gemeinde, Kontoeröffnung und die Einreichung des Asylantrages sind nun erledigt.

Unsere Gäste und wir „gewöhnen“ uns gerade aneinander. Die Kinder schnuppern in die Heimstunden der Biber und WiWö hinein, lernten aber natürlich schon unsere GuSp, CaEx und RaRo kennen. Die Eltern freuen sich darüber, dass sie auch Kontakt zu Erwachsenen haben. Es ist ein feines Miteinander!

Mitte November veranstalteten wir unser 2. Vernetzungstreffen, zu dem wir alle Flüchtlinge, deren Quartiergeber, das gesamte Pfaditeam und auch unsere Gemeinderäte einluden. Es war ein toller Nachmittag und der Austausch eine Bereicherung für alle.

Im Moment sind wir dabei für alle Flüchtlinge, die in Wiener Neudorf aufgenommen wurden, eigene Deutschkurse zu organisieren. Dankenswerter Weise haben sich einige engagierte NeudorferInnen gemeldet und in einer ersten Besprechung wurden Teams gebildet und ein Stundenplan erstellt. Ende November geht es los.

Die Unterstützung, die wir seitens der Eltern und Freude der Gruppe erfahren, ist großartig! Danke!